Sparen auf Wochen-, Flohmärkten, Basar: 11 Tricks und Tipps zum Handeln

    Da unsere dealbunny Schnäppchenjäger sicher auch offline gerne ein paar Schnäppchen jagen, haben wir die wichtigsten Tipps und Tricks zum Handeln zusammengestellt.

    Sparen auf Wochen , Flohmärkten, Basar: 11 Tricks und Tipps zum Handeln im AngebotDenn auf den meisten deutschen Märkten, vor allem aber auch auf Reisen oder im Urlaub im Ausland ist das Feilschen um ein Produkt auf Märkten Gang und Gebe. So lassen sich hier häufig richtig gute Schnäppchen erzielen – wenn man denn weiß, wie.

    In diesem Ratgeber stellen wir euch die 11 besten Tricks und Tipps für eine gelungene Verhandlung vor – wie ihr die besten Preise erzielt und vermeidet, über den Tisch gezogen zu werden, egal ob als Tourist oder beim Schlendern über den wöchentlichen Flohmarkt.

    Hier seht ihr eine kurze Übersicht der Verhandlungs-Tricks und im folgenden dann die genaue Erklärung:

    1. Die eigene Preisvorstellung
    2. Informationen zum Produkt
    3. Gespieltes Desinteresse
    4. Das Aussteigen aus der Verhandlung
    5. Der eingeweihte Partner
    6. Der richtigen Startpreis
    7. Der geeigneten Zeitpunkt
    8. Die Kraft von Bargeld
    9. Je mehr, desto besser: Mengenrabatt
    10. Geduld mitbringen
    11. Eine Beziehung zum Händler aufbauen

    Tipp 1: Die eigene Preisvorstellung

    „Was ist mir das Produkt wert?“ sollte immer die aller erste Frage sein, wenn es darum geht, etwas ohne festen Preis zu kaufen. Denn häufig wird man durch den Preis, der durch den Verkäufer genannt wird, beeinflusst und zahlt am Ende zwar vielleicht einen guten Preis für das Produkt, aber dennoch mehr als man eigentlich hätte zahlen wollen – leider merkt man das häufig erst, nachdem die hitzige Verhandlung vorbei ist.

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    Habt ihr also einen Preis im Kopf, könnt ihr beurteilen, ob der vom Händler genannte Preis für euch sowieso so unrealistisch ist, dass auch die beste Verhandlungs-Strategie nichts bringen wird, dann solltet ihr euch gar nicht erst auf langwieriges Feilschen einlassen.

    Aber auch andersrum ist dieser Trick gut anzuwenden: Wenn der Preis sowieso schon viel niedriger ist als das, was ihr bezahlt hättet, braucht ihr weniger aggressiv in die Verhandlung gehen. Habt ihr also von Anfang an eine ungefähre Preisvorstellung, wirkt ihr nicht nur sicherer und souveräner, sondern könnt auch für euch selbst besser abwägen, wie ihr die Verhandlung angehen wollt.

    Tipp 2: Informationen zum Produkt

    In Zusammenhang mit der eigenen Preisvorstellung steht auch der Verhandlungs-Trick, zu wissen, was das Produkt denn tatsächlich Wert ist – unabhängig vom eigenen Ermessen.

    Sparen auf Wochen , Flohmärkten, Basar: 11 Tricks und Tipps zum Handeln im AngebotDieser Preis kann sowohl über als auch unter euren Vorstellungen liegen. Besonders dann ist es wichtig zu wissen, worauf ihr bei einem Produkt achten solltet und ob es grundlegende Qualitätsunterschiede gibt. Seid ihr also gut über das Produkt informiert, das ihr kaufen wollt, könnt ihr euch nicht nur selbst sicherer fühlen, sondern habt auch gegenüber dem Händler bessere Argumente für eure Verhandlungsbasis.

    Denn häufig sind die Preise von Händlern, vor allem auf zum Beispiel Märkten im Urlaub, so viel überteuert, dass ihr selbst mit einem niedrigen Anfangs-Preis noch viel zu hoch ansetzt – so merkt der Händler direkt, dass ihr uninformiert seid und wird sich kaum auf eine faire Verhandlung einlassen.Kommt ihr allerdings direkt mit Argumenten und Informationen, weiß der Händler direkt Bescheid, dass er euch nicht so leicht über den Tisch ziehen kann – und wird wahrscheinlich eher auf faire Preise eingehen.

    Geht ihr gezielt für ein Produkt los, könnt ihr natürlich schon vorher entsprechend über übliche Preise und wichtige Merkmale recherchieren. Handelt es sich um einen spontanen Kauf ist entweder Google auf dem Smartphone euer bester Freund oder aber ihr beobachtet einfach aus der Ferne die anderen Verhandlungen des Händlers.

    Tipp 3: Gespieltes Desinteresse

    Neben den Tricks der eigenen Preisvorstellung und der Information über das Produkt ist einer der besten, aber auch bekanntesten Tricks des Handels das Desinteresse. Dieser Tricks ist simpel und leicht zu durchschauen, aber dennoch immer effektiv.

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    Zeigt ihr bei einer Verhandlung nämlich zu viel Interesse, wird dem Verkäufer klar, dass ihr das Produkt unbedingt haben wollt – und das auch im Notfall für ein paar Euro mehr. Signalisiert ihr dem Händler allerdings, dass ihr die Ware zwar gut findet aber auch nicht unbedingt haben müsst, ist sein Standpunkt in der Verhandlung geschwächt – ihr macht quasi den Eindruck, als würde ihr das Produkt, zwar gut, aber jetzt auch nicht unbedingt herausragend finden, und schon könnt ihr den Preis senken, denn so viel eures Geldes ist das Produkt schließlich (angeblich) nicht wert.

    Tipp 4: Das Aussteigen aus der Verhandlung

    Wenn Tipp 3 nicht zum gewünschten Erfolg führt, könnt ihr es mit Trick Nummer 4 noch auf die Spitze treiben. Ist der Preis für ein Produkt euch immer noch zu hoch, steigt ihr einfach aus der Verhandlung aus – und siehe da, fast immer bekommt ihr dann ein weiteres, deutlich besseres Angebot, schließlich möchte der Händler lieber günstig, als gar nicht verkaufen. Sieht er euch schon abspringen, droht das Geschäft zu platzen und er wird häufig seinen besten Preis rausholen.

    Sparen auf Wochen , Flohmärkten, Basar: 11 Tricks und Tipps zum Handeln im AngebotÜbrigens: Wenn ihr aus der Verhandlung aussteigt und der Händler euch glaubhaft davonziehen lässt, habt ihr vermutlich schon seinen letzten Preis erreicht. Wenn ihr diesen Preis dann annehmt, könnt ihr euch relativ sicher sein, das meiste aus der Verhandlung rausgeholt zu haben.

    Aber Vorsicht: Wenn ihr vorher zu viel Interesse gezeigt oder nicht glaubhaft die Verhandlung aufgegeben habt, könnte der Händler genauso spekulieren, dass ihr trotz vermeintlichem Abbrechen das Produkt kaufen wollt – und wird euch nicht den besten Preis machen. Hier ist etwas Menschenkenntnis gefragt: muss der Händler ersthaft überlegen, stoßt ihr an seine echte Preisgrenze. Vorher solltet ihr das vermeintlich letzte Angebot nicht annehmen!

    Tipp 5: Der eingeweihte Partner

    Die Tricks 3 und 4 lassen sich abermals noch steigern, wenn man statt alleine zu zweit in die Verhandlung geht. Ein gebriefter Partner, der deutliches Desinteresse oder Zeitdruck signalisiert, setzt den Händler unter Druck – denn er weiß, dass ihr euch vom Partner beeinflussen lassen werdet.

    Sparen auf Wochen , Flohmärkten, Basar: 11 Tricks und Tipps zum Handeln im AngebotUm euch also trotzdem vom Kauf zu überzeugen, wird er euch schnell ein gutes Angebot machen müssen – so vermeidet er, dass ihr euch vom Partner überzeugen lasst oder seinem vermeintlichem Zeitdruck nachgeht.

    Noch ein Tipp: Wer im Urlaub einen Markt besucht, kann sich auch einen Einheimischen als Partner suchen. Diese kennen sich oft nicht nur besser mit Preisen und Produkten aus (und das wissen auch die Händler), sondern können auch bei Verständigungsschwierigkeiten helfen. Grundsätzlich ist das Risiko, als Tourist über den Tisch gezogen zu werden, in Begleitung eines Einheimischen so viel geringer. Und gleichzeitig schließt ihr vielleicht noch einen netten Kontakt.

    Tipp 6: Der richtigen Startpreis

    Ein weiterer Klassiker und eigentlich auch die Grundregel des Verhandeln ist der richtige Anfangspreis. Zwar kann man das grundsätzlich nicht festlegen, denn das Preisniveau und die Spanne zum Handeln hängt stark von Produkt, Händler und Standort ab (zum Beispiel ist die Spanne auf einem deutschen Wochenmarkt meist geringer als auf Märkten im Ausland), doch als Grundregel könnt ihr euch merken, dass euer erstes Gebot bei etwa 1/3 niedriger sein sollte, als das, was ihr tatsächlich zahlen wollt. Ist euch das Produkt also etwa 20€ Wert, sollte euer erstes Gebot bei rund 13€ liegen.

    Aber Achtung: gibt euch der Händler einen Preisvorschlag vor, sollte euer Gegenangebot nicht nur 1/3 niedriger sein – schließlich hat der Händler auch etwas auf seinen angepeilten Preis aufgeschlagen, um noch Verhandlungsspielraum zu haben.

    Die 1/3 sollten also immer von eurem Wunschpreis ausgehen und nicht vom Start-Angebot des Händlers!
    Aufpassen solltet ihr aber dennoch, wenn euer Wunschpreis und der Preis des Händlers sehr weit auseinander liegen. Denn wenn ihr zu niedrig ansetzt, wirkt ihr schnell unverschämt und wertet das Produkt ab – das kann den Händler beleidigen und er wird weniger bereit sein, euch einen fairen Preis zu machen.

    Tipp 7: Der geeigneten Zeitpunkt

    Sparen auf Wochen , Flohmärkten, Basar: 11 Tricks und Tipps zum Handeln im AngebotEin echter Schnäppchenjäger weiß, dass auf Märkten nicht nur eine gute Verhandlungsstrategie zum Erfolg führen kann, sondern auch ganz einfach der Zeitpunkt darüber entscheidet, ob ihr einen guten Preis erzielt oder nicht. Besonders gegen Ende eines Marktes wollen die Händler und besonders private Verkäufer lieber ihre Sachen günstig als gar nicht loswerden.

    Oftmals sind die Verkäufer dann schon mit einem niedrigen Gewinn zufrieden – denn alles, was sie noch loswerden, bedeutet weniger Aufwand beim Abbau und mit nach Hause nehmen. Doch auch ganz am Anfang kann man mit Glück echte Schnäppchen machen: unerfahrene Händler wissen selbst häufig nicht den Wert ihres Produktes oder die Nachfrage zu schätzen – so könnt ihr leicht den Preis drücken.

    Tipp 8: Die Kraft von Bargeld

    Bei diesen Trick handelt es sich wieder um eine sehr einfache Strategie, um den Wunschpreis zu erreichen: Bargeld dabei haben – und zwar möglichst klein. Bares Geld auf die Hand wirkt viel attraktiver als eine umständliche und eventuell sogar mit Gebühren verbundene Kartenzahlung. Außerdem solltet ihr nach Möglichkeit kleine Scheine oder sogar Münzen dabei haben.

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    Denn habt ihr gerade ein Produkt von 10€ auf 7€ gehandelt und wollt dann aber doch mit einem 10€ Schein oder womöglich noch größeren Scheinen bezahlen, kommt das meist nicht besonders gut an. Außerdem könnt ihr bei Münzen den Trick „ich hab aber nur noch Summe X“ verwenden – und so nochmal den Preis drücken.

    Tipp 9: Je mehr, desto besser: Mengenrabatt

    Ein altbekannter Klassiker ist der Mengenrabatt-Trick. Der Händler will natürlich so viel wie möglich von seiner Ware loswerden. Wenn ihr also anbietet, gleich mehrere Sachen zu nehmen, wird er euch vermutlich im Preis entgegenkommen. Am besten erst die einzelnen Produkte runterhandeln und am Schluss nach einem weiteren (Mengen-) Rabatt fragen.

    Tipp 10: Geduld mitbringen

    Obwohl ihr mit dem Partner-Trick gerne einen Zeitdruck vortäuschen könnt, solltet ihr tatsächlich immer genug Zeit für eine Verhandlung mitbringen. Wer überstürzt ein Produkt kauft, tendiert dazu, einen höheren Preis zu zahlen.

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    Habt ihr Geduld, könnt ihr nicht nur die Position des Händlers, der das Geschäft möglichst schnell über die Bühne bringen will, schwächen, sondern könnt auch Preise vergleichen und eine Beziehung zum Händler aufbauen.

    Tipp 11: Eine Beziehung zum Händler aufbauen

    Zum Thema Beziehung aufbauen passt auch der letzte Trick für geschickte Verhandlungen: dem Händler sympathisch wirken. Ob mit Humor oder einfach Freundlichkeit, grundsätzlich können wir mit Sympathie immer punkten – auf dem Markt eben mit besseren Preisen.

    Wir hoffen euch den ein oder anderen neuen Tipp oder einfach nur eine schöne Zusammenfassung für den nächsten Marktbesuch geschaffen zu haben – gerne könnt ihr noch weitere Tipps oder positive Erfahrungen posten, evtl. lässt es sich ergänzen 😍.

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