Ratgeber: Online-Shopping mit Geoblocking?

    Da wir hier alles Schnäppchenjäger sind und auch die ein oder anderen Angebote Online von anderen EU-Ländern entdecken, ist das hier ein nützlicher Beitrag für euch. Oft klappt der Kauf im Ausland nämlich wegen dem „Geoblocking“ nicht, aber damit soll nun Schluss sein.

    Ratgeber: Online Shopping mit Geoblocking? im Angebot

    Das EU-Parlament hat entschieden, dass europaweites Shoppen im Internet einfacher werden soll. Die Mehrheit hat für eine weitgehende Verbannung des sogenannten Geoblockings im Online-Handel gestimmt.

    Das Geoblocking ist eine starke Einschränkung. Das sieht auch die SPD-Europaabgeordnete Evelyne Gebhard:

    „Ich wollte meiner Mutter eine Kaffeemaschine kaufen. Sie lebt in Frankreich und ich war in Frankreich und habe festgestellt, dass die Maschine auf der französischen Seite des Händlers viel teurer war als auf der deutschen Seite. Wir wurden automatisch immer wieder auf die französische Seite umgeleitet.“

    Die Zwangsumleitung ist nicht nur die einzige Methode in der die Händler die internationale Schnäppchenjagd verhindern. Oft werden Zahlungen aus bestimmten EU-Ländern abgewiesen oder man wird auf Zwischenhändler im Land verwiesen. Dort sind die Preise natürlich um einiges höher.

    Diese diskriminierenden Praktiken waren jahrelang unbemerkt, so der CDU-Europaabgeordnete Andreas Schwab. Hier nannte er als Beispiel den ‚Disneyland-Fall‘. Es wurden Kunden aus unterschiedlichen Ländern durch das Tracking der Herkunft zu verschiedenen Preisen geführt.

    Kein Verbraucher und auch keine nationale Behörde hat das über Monate und Jahre gemerkt, so Schwab.

    „Diese Benachteiligung ist künftig nicht mehr zulässig. Es muss ein Preis für alle Europäer in gleicher Weise gebildet werden. Der kann dann hoch oder niedrig sein, aber es kann nicht sein, dass ein Italiener mehr bezahlt als ein Franzose oder ein Spanier.“

    Die Mehrheit des EU-Parlaments ist dafür, diese Praxis zu beenden. Was im Ladengeschäft schon lange Recht und Gesetzt ist, soll jetzt auch im Online-Handel sein:

    „Wenn Sie heute als polnischer Staatsbürger einen deutschen Rewe-Markt gehen, dann darf Sie Rewe auch nicht auf der Grundlage Ihrer Nationalität abweisen“, sagt Schwab.

    Ratgeber: Online Shopping mit Geoblocking? im Angebot

    Laut einer Untersuchung der EU-Kommission vor 2 Jahren, war das bei fast 2/3 der Online-Händler der Fall. Wir dürfen uns also freuen, denn künftig dürfen wir Kunden nicht abgewiesen werden aber andersherum muss auch nicht jeder Leistung erbracht werden. Hier sind zum Beispiel die Versandkosten ein Grund

    „oder wenn andere nachvollziehbare Gründe da sind, dass man dann sagen kann: ‚Das geht nicht!'“, erläutert die Abgeordnete Gebhardt.

    In jedem EU-Land wird es dann eine Clearing-Stelle geben, an die man sich wenden kann, wenn man sich diskriminiert von einem Online Händler fühlt.

    Es wird also alles durchlässiger aber nicht grenzenlos. Bei Streaming-Diensten wie Spotify oder Sky Go ist das Geoblocking ab Ende März endlich verboten. Die ARD-Mediathek orientiert sich weiterhin an der nationalen Grenze der Mitgliedsstaaten um die Urheber-Rechte, die innerhalb der EU noch national geregelt sind, zu schützen.

    Konntet ihr schon eine Erfahrung mit solch einer Preisdifferenz machen oder war euch das gar nicht so wirklich bewusst?

    Teile diesen Deal mit Deinen Freunden:
    Kommentar, Bewertung oder Erfahrung zum Beitrag schreiben