Drei Tipps gegen die Verschwendung von Lebensmittel

    Das Thema sollte eigentlich selbstverständlich sein und bei jedem in Fleisch und Blut übergehen. Dennoch sind wir im Alltag nicht immer ganz bei der Sache und müssen uns gelegentlich an Omas Zeiten zurückerinnern wo alles weiterverwertet wurde bis zum letzten Krümmel.

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    Bis 2030 will Deutschland die Lebensmittelverschwendung pro Kopf um die Hälfte reduzieren. Wie sich Müll in der Küche vermeiden lässt, erklären wir euch in einem kleinen Ratgeber. Wusstet ihr, dass jedes achte Lebensmittel in Deutschland im Müll landet? Spätestens wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist, werfen wir es in der Regel vielleicht doch schnell in die Tonne?

    „Elf Millionen Tonnen Lebensmittel entsorgen Industrie, Handel, Großverbraucher und wir Privathaushalte in Deutschland jedes Jahr als Abfall“, schreibt das Agrarministerium. „Jedes achte Lebensmittel, das wir in Deutschland einkaufen, landet in der Tonne. Pro Person und Jahr sind das durchschnittlich 82 Kilogramm Lebensmittel.“

    Die Zahl klingt dramatisch, oder? Drei einfache aber wirksame Tipps gegen die Verschwendung von Lebensmittel stellen wir euch vor, die wir uns gelegentlich wieder ins Gedächtnis rufen sollen 😇.

    1. Den Einkauf richtig planen

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    Hast du deine Vorräte im Überblick, kaufst du weniger Überflüssiges ein. Es hilft, wenn ihr euch einen groben Wochenplan macht, in dem folgendes beachtet: Bekommt ihr Besuch? Plant ihr lecker essen zu gehen? Sind noch Reste übrig?

    In deinen Kühlschrank gehören (sofern du dich nicht vegan ernährst 🙂 ) Eier, Käse, Milch, Joghurt Margarine oder Butter. Wer noch Tiefkühlgemüse in der Tiefkühltruhe hat, kann auch ohne frische Einkäufe ein Essen kochen. Auf Vorrat solltet ihr folgende Lebensmittel haben:

    H-Milch – Nudeln – Reis – Mehl – Kartoffel – Zwiebeln – passierte Tomaten – Tomatenmark – Öl – Gewürze – Senf

    2. Lebensmittel richtig lagern

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    Damit gerade erst geöffnete Lebensmittel nicht direkt schlecht werden, ist es wichtig diese richtig zu lagern. Joghurt oder Quark ziehen geöffnet natürlich Bakterien an, hier könnt ihr einfach mit Frischhaltefolie die Öffnung abdecken.

    Offene Konserven solltet ihr unbedingt in ein Behälter aus Glas, Metall oder Kunststoff umfüllen. Solltet ihr Lebensmittel einfrieren, empfehlen wir euch die Lebensmittel mit einem Datum zu beschriften. So habt ihr alles um Überblick und wisst was als Nächstes verbraucht werden soll.

    3. Richtig zweitverwerten

    Was macht ihr mit euren Resten die beim Kochen übrig bleiben? Wegwerfen wäre ja schade! Solltet ihr noch Gemüse oder Eier übrig haben? Zaubert euch doch damit eine leckere Reispfanne.

    Brot oder Brötchen übrig? Wie wäre es mit einem „Armen Ritter?“ ⚔️😅 Spaghettisoße übrig? Mhhh, hier rieche ich schon das nächste Paprikagemüse. 🌶

    Geschnittenes Obst übrig? Wie wäre es mit einem leckeren Joghurt Shake! 🍍

    Die jüngere Generation ist verschwenderischer

    Drei Tipps gegen die Verschwendung von Lebensmittel im AngebotGammelige Äpfel, verschimmelte Zucchini, saure Milch, die Reste vom Abendessen, alles landet hier im Biomüll. Dazu noch tonnenweise Verderbliches von Supermärkten und Restaurants. Laut einer Studie der Bundesregierung glauben 96% der Befragten, dass auch Essen im Müll landet, welches noch genießbar wäre. Hier entsorgt die jüngere Generation essbares öfter als die ältere Generation.

    92 % der Deutschen im Alter von 21 bis 51 Jahren werfen Essen weg. Davon sogar knapp vier von zehn einmal die Woche. Ein Drittel der Menschen, die vor 1945 geboren wurden, geben an, nie Lebensmittel in den Müll zu werfen. Die Generation bis Jahrgang 1954 sind es rund 27 %. Hier merkt man deutlich, wer mit Entbehrung aufgewachsen ist, hat ein ganz anderes Verhältnis zum Essen, als die Generationen, für die der Überfluss normal ist.

    Ein Drittel der produzierten Nahrung landet nicht auf den Tellern – dabei haben den Vereinten Nationen zufolge 795 Millionen Menschen nicht genug essen. Das ist nicht nur ein ethisches Problem! Hier wird Arbeitskraft, Boden, Wasser und andere knappe Ressourcen verschwendet.

    Wir Verbraucher müssen unser Konsumverhalten hinterfragen

    Den Fokus auf Verbraucher kritisiert die Organisation Foodwatch – die zitierten 82 Kilo Lebensmittelmüll pro Person, sind nämlich mit Knochen und Bananenschalen, von denen natürlich niemand erwartet, dass sie auf dem Teller landen.

    Aus Sicht des Vereins ist auch die Angabe falsch, 61 % der Lebensmittelabfälle fielen in Haushalten an. „Die Daten von Unternehmen basieren hingegen nur auf freiwilligen Angaben, und Zahlen zu Abfällen aus der Landwirtschaft wurden gar nicht berücksichtigt“ kritisiert Oliver Huizinga von Foodwatch. Er fordert gesetzliche Vorgaben für die Industrie, den Handel und die Landwirtschaft.

    „Dem Konsumenten oder gar der jüngeren Generation dafür allein die Schuld zu geben, greift viel zu kurz“, findet Tanja Dräger de Teran vom WWF.

    Verbraucher müssen hier ihr Konsumverhalten hinterfragen und der Handel definitiv seine Marketingstrategien.
    Hier braucht es von einer neuen Regierung eine Strategie „mit klaren Zielvorgaben, Zuständigkeiten und vor allem einer entsprechenden Finanzierung“.

    Wie würdet ihr selbst euer Konsumverhalten einschätzen?

    Ich gehöre leider zu den Personen, die Lebensmittel wegwerfen, wenn das MHD überschritten ist. Auch wenn ich weiß, dass diese eigentlich noch gut sind, hab ich eine Blockade in mir und kann dementsprechend die Lebensmittel nicht mehr Essen. 😌 Ich versuche aber dran zu arbeiten und hoffe das sich mein Problem mit der Zeit legt! Wem geht es auch so wie mir?

    Quelle:
    – dpa

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    10 Kommentare zum Bericht “Drei Tipps gegen die Verschwendung von Lebensmittel” Kommentar schreiben
    1. Danke fuer den Artikel. Trifft einer der Kernproblematik und Kernursachen unserer globalen Vernetzung, mit Essen faengt alles an ...

    2. Wer die Möglichkeit hat und etwas Platz im Garten, den empfehle ich sich ein paar Hühner anzuschaffen 😊 Wir haben jetzt ein Jahr lang 3 Hühner, jeden Tag mindestens ein Ei und so gut wie kein Bioabfall mehr. Was ich aber noch wichtiger finde ist, dass unser Kleiner gleich ein Bezug zu Nutztieren hat. Er weiß das ein Huhn ein Tier ist und nicht nur Teil einer Speisekarte bei zum Beispiel Mc D.
      In diesem Sinne, Kikiriki 😉

    3. Ich finde auch dass das ein sehr wichtiges Thema ist... Allerdings sind Maßnahmen im Gewerbe erheblich effizienter...

      Das Gewerbe verschwendet -Teilweise wegen unnötigen Gesetzen- jedes Jahr zehnmal soviel Lebensmittel wie die privaten Haushalte...

      Da gibts viel viel mehr Einsparungpotenzial als bei uns ;-)

    4. Also ich muss ehrlich gestehen das ich Joghurt selbst noch esse wenn er mal 2 Monate abgelaufen ist. Solange sich nichts aufgebeult hat und der Geruchstest überstanden wurde wird er auch verdrückt. Ist mal vor einer Weile bei Stern TV gelaufen, also nicht immer alles wegwerfen bevor man nicht wenigstens einmal reingeschaut hat 👍👍, ich mache das schon seit Jahren so und lebe immer noch 😅. En guten 😁 🥘

    5. Benutzerbild maximiliano
      maximiliano Gast

      Sehr schöne Tipps :)

    6. Finde ich gut, dass auch mal solche Tipps hier gegeben werden.

    7. Ich versuche nicht allzuviel wegzuwerfen... Kommt aber dennoch leider mal vor. MHD ist nicht so mein Problem. Vieles ist noch lange danach genießbar.

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