Amazon Go: der kassenlose Supermarkt im Check

    Während Amazon den Online-Handel schon lange revolutioniert hat, ließ sich das Unternehmen lange nicht außerhalb der Weiten des Internets blicken. Doch auch das soll sich jetzt ändern: mit Amazon Go Stores hat der Online-Versandriese eine neue Art des Einkaufens in der “realen Welt” geschaffen.

    Amazon Go: der kassenlose Supermarkt im Check im Angebot

    Einkaufen im Amazon-Go Store: so funktioniert’s

    Das Konzept umfasst Geschäfte, in denen Lebensmittel ganz ohne Anstehen an Kassen gekauft werden – einfach Produkte einpacken und gehen! Das Bezahlen funktioniert über visuelle Sensoren und virtuelle Einkaufswagen. Interaktive Systeme aus Kameras an der Decke, Gewichtssensoren in den Regalen, speziellen Verpackungen und anderen Tricks registrieren mithilfe von Algorithmen wenn Produkte aus dem Regal genommen und eingepackt oder wieder weg gestellt werden.

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    Das einzige, worum sich der Kunde noch kümmern muss, ist das Herunterladen der Amazon Go App, die als Basis des ganzen Systems dient. Natürlich ist ein Amazon-Konto Voraussetzung.

    Die App kann auch mit mehreren Personen gleichzeitig im Store gekoppelt werden – so also, als wenn einer den Einkaufswagen schiebt und Familienmitglieder, Freunde oder Mitbewohner Dinge in den Wagen legen – nur eben virtuell. Bezahlt wird dann bargeldlos über die bei Amazon hinterlegte Zahlungsmöglichkeit. Nach dem Einkauf kriegt man dann die Quitting – natürlich – aufs Smartphone gesendet.

    Einzig notwendige persönliche Interaktion im Amazon Go Store: der Kauf von Alkohol. Hier wird noch von einem Mitarbeiter der Ausweis kontrolliert.

    Welche Produkte kann man bei Amazon Go kaufen?

    Das Sortiment in einem Amazon Go Store unterscheidet sich etwas von dem eines herkömmlichen Supermarkts. Man findet hier vor allem fertige Mahlzeiten zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen, aber auch als Snacks zum Mitnehmen oder sogenannte Meal-Kits zur schnellen aber gesunden Zubereitung. Viele der Produkte sind Bio und lokal produziert. Natürlich findet man aber auch basics wie Brot und Milch.

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    Wo kann man bei Amazon Go einkaufen?

    Aktuell gibt es erst sechs Amazon Go Stores: drei in Seattle, zwei in Chicago und einen in San Francisco, außerdem wird demnächst ein Store in New York öffnen. Zu Beginn waren die Läden nur für Amazon Mitarbeiter nutzbar, doch mittlerweile kann auch die Öffentlichkeit am Amazon Go Konzept teilhaben.

    Doch es gibt gute Nachrichten: Einige Berichte sprechen von über 2.000 geplanten Stores in den nächsten zehn Jahren. Andere Quellen sprechen sogar von über 3.000 Stores bis 2021. Was da dran ist, wird wohl nur die Zukunft zeigen. Als verhältnismäßig sicher gelten 10 bis 50 neue Läden innerhalb der nächsten zwei Jahre.

    Ob Amazon Go auch nach Deutschland kommen wird, ist bisher unbekannt. Gerad Datenschutz-technisch wird sich die Umsetzung in Europa schwierig gestalten. Auch ist Amazon Go eine große Gefahr für Arbeitsplätze. Ihr könnt aber auch mit deutschem Amazon Konto die US-Stores nutzen!

    Was haltet ihr von dem Konzept? Ist das die Zukunft des Einkaufens oder findet ihr den persönlichen Kontakt doch die bessere Lösung?

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    3 Kommentare zum Bericht “Amazon Go: der kassenlose Supermarkt im Check” Kommentar schreiben
    1. Ich gehe nicht immer mit Handy aus dem Haus, also werde ich dann wohl teilweise nicht mehr einkaufen können. Für die Händler ist das natürlich super - kein Diebstahl mehr möglich, weder von Geld noch von Waren, sinkende Personalkosten. Aber als Kunde finde ich es schrecklich. Einzig nicht mehr an der Kasse anstehen zu müssen, sehe ich als Vorteil. Darüber hinaus boykottiere ich Amazon sowieso....

    2. Nun, das skizzierte wird ja schon geboten! Nur für mich ein absoluter Horror! Wenn es soweit kommt, warum dann überhaupt noch in den Laden? Ich kann mir doch heute schon alles nach Hause liefern lassen!
      Es kostet jede Menge Arbeitskräfte (okay, beim momentanen Mangel kein Problem), mögliche Fragen zum Produkt kann man keinem mehr stellen und ich werde noch viel durchsichtiger und kontrollierbarer!
      Ich halte so rein gar nichts davon!

    3. Das ist definitiv die Zukunft des einkaufens. Wenn Amazon es noch schafft, das man im Laden quasi Sachen online bestellt, die dann wie gewohnt nach Hause geliefert werden, oder man sich Pakete in den Laden liefern lassen kann, um diese nach Feierabend, oder am nächsten Tag dort abzuholen, dann hat Amazon die Eierlegende Wollmichsau auffn Markt gebracht. Das wäre die optimale Vermischung der Internetbestellerei mit dem Offlinegeschäft. Ich denke solche Läden, wo automatisch bezahlt wird, was im Einkaufswagen landet, werden wir bis spätestens 2030 flächendeckend auch hier in D haben und im Einzelhandel arbeiten dann nur noch Logistiker, die die Regale füllen, diese sind ja auch günstiger als Verkäufer

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