29 Verbraucherfallen im Alltag & wie man die Fallen umgeht

    Letzten Monat haben wir euch die 12 häufigsten Verbraucherirrtümer vorgestellt. Heute folgt der Ratgeber zum Thema Verbraucherfallen. Vollkommen gewappnet mit allem Wissenswerten macht das Schnäppchen-Machen dann gleich noch mehr Spaß.

    29 Verbraucherfallen im Alltag & wie man die Fallen umgeht im Angebot

    In unserer Kategorie Ratgeber findet ihr schon Tipps zu Themen wie Inkasso-Forderungen, Telefonverträgen oder zu hohen Rechnungen. Doch oft sind es viel banalere Dinge aus dem Alltag, auf die wir als Verbraucher reinfallen. Meistens sind diese Fallen so geschickt, dass man sich daraus nicht einmal einen Vorwurf machen kann. Hier aber nun die Aufdeckung der Tricks aus den Kategorien:

    • Allgemein
    • Supermarkt
    • Verträge / Abos
    • Finanzen
    • Elektronik

    ⚠ Beachte bitte, dass dieser Beitrag eine Zusammenstellung von uns für euch darstellt, worauf man achten muss. Dieser Beitrag stellt keine Rechtsberatung dar, es gibt keine Garantie für die Richtigkeit und Aktualität des Inhalts.

    Die AGBs

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    Wer kennt es nicht? „Ich habe die Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelesen und stimme ihnen zu“. Schnell mal den Haken gesetzt und weiter gehts – wer liest sich schon ernsthaft die AGBs durch? Das wissen natürlich auch viele Händler uns versuchen, durch versteckte Klauseln in den Geschäftsbedingungen dem Verbraucher eine Falle zu stellen.
    Gute Nachrichten für euch: überraschende Klauseln (also Klauseln, die nach allgemeinem Verständnis ungewöhnlich und unerwartet sind), sind in den AGBs unwirksam! Gleiches gilt, wenn sie den Vertragspartner unangemessen benachteiligt. Also: bei einer AGB-Falle nicht gleich den Kopf hängen lassen und lieber prüfen, ob die Geschäftsbedingungen überhaupt wirksam sind.

    Unschlagbare Sonderangebote

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    In der Werbung wird häufig für Produkte oder Leistungen zu unglaublich niedrigen Preisen geworben, sei es für eine Gartenliege vom Discounter oder ein Schnäppchen-Flug innerhalb Europas. In der Realität sind diese Sonderangebote aber dann innerhalb kürzester Zeit ausverkauft oder, im Falle von zum Beispiel Fügen oder Urlaubsangeboten, nur zu sehr wenigen und unattraktiven Daten verfügbar. „Solange der Vorrat reicht“, heißt es dann immer. Obwohl es eigentlich gesetzlich vorgeschrieben ist, dass bei solchen Angeboten eine bestimmte Anzahl verfügbar sein muss, sodass man auch eine realistische Chance hat, das beworbene wahrzunehmen, ist das in Echt leider nur selten der Fall.

    Der vermeintlich hohe Rabatt vom UVP

    „50% günstiger als die unverbindliche Preisempfehlung“ – ebenfalls ein Lockangebot, dass häufig mit dem Suggerieren von hohen Rabatten zum Kauf animieren soll. Der Trick dabei: Den Rabatt vom UVP zu nennen, ist meist ansprechender, als den Rabatt vom vorherigen Preis zu nennen. Denn wenige Produkte werden tatsächlich zum UVP verkauft. Der eigentliche Rabatt ist also oft deutlich geringer. Hier lohnt sich ein Preisvergleich allemal!

    Der Preisvergleich-Trick

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    Apropos Preisvergleich: viele Websites werben mit einem angeblichen Preisvergleich, der dann das angebotene Produkt als noch günstiger als der vermeintlich günstige Preis im Internet darstellt. Doch wenn ihr euch über die Seriosität der Seite nicht sicher seid, solltet ihr den Preisvergleich auf idealo und ähnlichen Websites doch lieber einmal selbst machen. Denn häufig stimmt der angegebene Bestpreis gar nicht und dient nur dazu, euch zum Kauf zu bewegen!

    Versteckte Kosten im Kleingedruckten

    Ein weiterer Klassiker: Ihr wollt etwas im Internet bestellen und erst im letzten Bestellschritt (oder sogar erst nach dem Kauf) fällt euch auf, dass der tatsächliche Preis doch höher ist, als ursprünglich angegeben. Diese versteckten Kosten finden sich häufig in Form von diversen Gebühren (zum Beispiel kommen bei der Buchung von Ferienwohnungen noch Nebenkosten, Servicegebühren oder Tourismusabgaben dazu) oder ungewöhnlich hohen Versandkosten. Auch extra Kosten für Gepäck oder Flughafengebühren sind bei Flugbuchungen keine Seltenheit. Tipp: in jedem Buchungs- oder Bestellschritt nochmal alles genau überprüfen!

    Treuekarten für vermeintliche Prämien

    Mit Kundenkarten Punkte sammeln und dafür Prämien bekommen? So gut wie jede Ladenkette hat diese Aktion. Ob Drogeriemarkt, Parfümerie oder Sportgeschäft: häufig verleiten euch Treuekarten zu ungewollten Käufen. Man tendiert dazu, mehr zu kaufen, um mehr Punkte zu bekommen, oder einfach über den Gutschein, den man aufgrund der Punkte bekommen hat, hinaus zu kaufen.

    Fake Bewertungen

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    Da Bewertungen für Produkte im Internethandel, wo man den Artikel vor dem Kauf nicht selbst in die Hand nehmen und begutachten kann, immer wichtiger werden, helfen einige Händler und Shops leider selbst nach: mit Fake Bewertungen. Also nicht nur auf die Anzahl der Sterne achten, sondern insbesondere auch die guten Bewertungen kurz überfliegen. Fake Bewertungen erkennt ihr daran, dass einige Einträge sich sehr ähneln, innerhalb von kürzester Zeit verfasst wurden, auffällig lang und überschwänglich positiv sind oder mit Begriffen aus der Werbung ausgeschmückt werden. Vorsichtig solltet ihr auf sein, wenn erkennbar ist, dass es sich bei der verfassenden Person um einen Produkttester handelt. Nicht selten werden auch diese bezahlt.

    Werbung mit Stiftung Warentest

    Zu guter Letzt noch eine beliebe Verbraucherfalle: Die Werbung mit „Testsieger“ oder besonders guten Testergebnissen von Stiftung Warentest. Doch hierbei kann es sein, dass der Test schon Jahre zurück liegt und mittlerweile viel bessere Produkte auf dem Markt sind. Daher unbedingt auf das Datum des Tests achten!

    Verbraucherfallen im Supermarkt29 Verbraucherfallen im Alltag & wie man die Fallen umgeht im Angebot

    Die wohl größte Verbraucherfalle ist für uns alle unvermeidlich: Der Aufbau eines Supermarkts. Vielleicht ist euch schon mal aufgefallen, dass viele Supermärkte häufig gleich aufgebaut ist. Oft befindet sich noch vor Beginn des eigentlichen Supermarkts ein Bäcker, der mit ansprechenden, duftenden Waren den Appetit anregen und einen in Kauf-Laune versetzen soll. Gleiches gilt für die Obst- und Gemüse-Abteilung, die meist genauso am Anfang ist und neben den ansprechenden Farben auch gleich ein gutes Gewissen erzeugen soll, schon Gesundes im Einkaufswagen zu haben.
    Ein weiterer Trick ist die Musik im Supermarkt, die häufig an unsere Herzfrequenz angepasst ist und so entspannend wirkt.Breite Gänge sorgen dafür, dass wir uns nicht eingeengt fühlen. Teure Marken-Produkte stehen meist auf Augenhöhe, da fällt schließlich der Blick zuerst hin. Günstige Produkte sind meist in den bodenahen Regalen zu finden.

    Überdimensionierte Einkaufswagen

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    Die Form und Größe von Einkaufswagen ist natürlich auch nicht zufällig gewählt. Häufig sehr groß und Trapez-artig geformt sorgen die Einkaufswagen dafür, dass wir mehr kaufen: denn sie suggerieren, dass wir noch gar nicht so viel im Wagen liegen haben, er scheint schließlich noch so leer. Natürlich trügt das nur – und ist auch so geplant.

    Große „Sparpackungen“

    Auch eine bekannte Verbraucherfalle ist die Annahme, dass große Packungen zu Mengenrabatt führen. Leider ist auch das nicht immer der Fall. Obwohl man denken könnte, dass große Packungen auch für den Produzenten günstiger sind, als mehrere kleine, ist das häufig gar nicht so. So kommt es, dass „Familien-Packungen“ oft gar nicht günstiger sind, als mehrere kleinere Packungen! Tipp: immer auf den 100g-Preis gucken!

    Mogelpackungen: Luft teuer zum Kauf

    Ganz ähnlich wie mit angeblich günstigen, großen Sparpackungen, verhält es sich mit Mogelpackungen. Große Verpackungen mit wenig Inhalt – das beste Beispiel sind hier Chips. Am besten vergleicht ihr auch hier wieder 100g-Preise und nicht Verpackungsgrößen!

    Weniger Inhalt bei gleichem Preis

    Ein besonders fieser Trick ist es, statt den Preis für ein Produkt zu erhöhen (was natürlich sofort auffallen würde), einfach die Menge zu verringern – aber ohne den Preis zu senken. Das fällt kaum auf – und trotzdem wird das Produkt auf 100g gerechnet teurer. Auch hier kann man also wieder nur den Tipp geben, den 100g-Preis zu vergleichen!

    Die Bio-Lüge

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    So löblich es auch ist, Bio-Produkte zu kaufen – leider sind diese nicht immer tatsächlich Bio. Abgesehen davon, dass die Aufschrift „aus streng kontrolliertem Anbau“ nicht zwangsläufig bedeutet, dass es sich um ein Bio-Produkt handelt, sind selbst Produkte mit Bio-Siegel manchmal fraglich.

    Denn die Bio-Kontrollbetriebe sind finanziell abhängig von den Produzenten. So können sich diese also aussuchen, welchen Kontrollbetrieb sie zur Untersuchung wünschen. Übrigens: auch bei der Aufschrift „regionales Erzeugnis“ ist Vorsicht geboten: häufig sind tatsächlich nur wenig Inhaltsstoffe tatsächlich regional.

    „Ohne Zuckerzusatz“

    Obwohl mittlerweile schon weit bekannt, fällt man doch immer wieder auf die Zucker-Lüge rein. Denn nur selten werden, wenn ein Produkt kein Zucker enthält, keine anderen Zuckerersatzstoffe hinzugefügt. Diese sind oft sehr gesundheitsschädlich und machen nicht weniger dick. Davon abgesehen hat Zucker viele Namen und ist oft auf den ersten Blick nicht klar erkennbar – so wird er geschickt versteckt. Übrigens: oft sind Produkte „ohne Zuckerzusatz“ teurer!

    Kleine Portionsgrößen

    Wer kennt die Aufschrift Nährwerte „pro Portion“ nicht? Diese suggeriert, dass eine Portion gar nicht so viele Kalorien etc. hat. Tatsächlich sind diese Portionen aber viel kleiner, als man sie normalerweise essen würde. Wem es also wichtig ist: lieber selbst wiegen und auf die 100g-Angaben achten!

    Elektronik

    „19% Mehrwertsteuer geschenkt!“

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    Insbesondere bei großen Elektronik-Fachmärkten sieht man immer wieder die Werbung „19% Mehrwertsteuer geschenkt!“. Das suggeriert natürlich einen Rabatt von 19%. Allerdings gilt zu bedenken, dass wenn tatsächlich die Mehrwertsteuer geschenkt wird, das tatsächlich nur 15,97%, also knapp 16% sind. Denn die 19% Mehrwertsteuer wird immer auf den Nettopreis aufgeschlagen. So erhöht sich der Bruttopreis. Zieht man von diesem erhöhten Betrag wieder 19% ab, sind das natürlich mehr als die aufgeschlagenen 19% vom Nettopreis. Folglich kann man zum Abrechnen der Mehrwertsteuer nur knapp 16% anwenden.
    Also genau das Kleingedruckte lesen: wird die Mehrwertsteuer oder werden 19% abgezogen?

    Energieeffizienzklasse A

    A klingt doch gut – schließlich ist A wohl der erste Buchstabe im Alphabet, mehr kann es also nicht geben? Falsch! Denn es gibt noch die EEK A+, A++ und A+++. Das ist zwar den meisten bekannt – doch wisst ihr, wie viel so ein Plus bedeutet? Abhängig vom Haushaltsgerät kann man mit der EEK A+++ im Vergleich zu A bis zu 50% mehr an Strom sparen! Bei beispielsweise einem Tiefkühler, der verhältnismäßig wenig Strom verbraucht, sind das auf 15 Jahre Betriebsdauer schon um die 250€! Und selbst bei nur 20% Unterschied und zum Beispiel einem Geschirrspüler kann A zu A+++ einen Unterschied von 15€ pro Jahr machen!
    Die EEK A wird in den meisten Skalen sogar nur als „gelb“ (wenn rot das Schlechteste und grün das Beste ist) angegeben.

    HD-Ready, Full-HD, 4K oder UHD
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    Beim Fernseher-Kauf stolpert man fast immer über die Bezeichnungen „HD Ready“, „Full HD“ oder „4K“ und „UHD“. Doch was bedeutet das eigentlich! Ist HD gleich HD? Nein! HD Ready hat die geringste Anzahl an Pixeln, die noch als HD gilt, und somit die schlechteste Auflösung mit nur 720p. Das entspricht einer Auflösung von 1280 x 720 Bildpunkten bei einem Verhältnis von 16:9. Im Vergleich dazu hat Full HD schon 1920 x 1080p – also mehr als doppelt so viel! 4K entspricht einer Auflösung von 4096 x 2160 Pixeln. Und: 4k ist nicht das gleiche wie Ultra HD (UHD), auch wenn häufig so angenommen. UHD hat eine Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln. Tatsächlich kann man den Unterschied zwischen UHD und 4k auf normal-großen Fernsehern mit dem bloßen Auge aber kaum erkennen. Also Augen auf beim Fernseher-Kauf!

    Dezibel

    Häufig wichtig beim Kauf von Waschmaschinen, Spülmaschinen und Co. ist die Betriebslautstärke, angegeben in Dezibel (dB). Verwirrend hier: die Skala ist zwar linear, die Bedeutung allerdings nicht! Eine Vergrößerung des Pegels von 10 auf 20 heißt nicht, dass sich die Lautstärke verdoppelt, sondern sich verzehnfacht. Wenn sich also die dB-Angaben auf zwei zu vergleichenden Geräten nur geringfügig in der Zahl unterscheiden, kann das tatsächlich einen großen Unterschied machen!

    Finanzen

    0%-Finanzierungen für Autos

    Gerade für hochpreise Dinge wie Autos, die kaum jemand auf einen Schlag bezahlt, ist die Werbung mit 0%-Finanzierung häufig. Allerdings gibt es tatsächlich gar keine 0%-Finanzierung bei Autos, zumindest nicht direkt beim Händler. Denn diese zahlen den Kredit erstmal und kürzen euch dafür den Rabatt. Besser ist es also, einen günstigen Kredit im Internet abzuschließen und dem Händler gegenüber als Barzahler aufzutreten. So bekommt ihr mehr Rabatt!

    Kredite

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    Obwohl ihr beim Autokauf auf einen billigen Kreis setzen solltet, sind längst nicht alle günstigen Kredite ratsam: oft locken Banken oder Websites mit vermeintlich grandiosen Konditionen – doch hängen diese oft von so vielen Faktoren ab, dass tatsächlich der günstige Kredit kaum zustande kommen kann. Wie immer sollte man hier besonders auf das Kleingedruckte achten.

    Restschuldversicherungen

    Im Rahmen von Krediten werden oftmals Restschuldversicherungen angeboten. Sie sollen den Kreditnehmer, also euch, dagegen versichern, dass wegen Todes, Krankheit, Arbeitslosigkeit etc. der Kredit nicht mehr zurückgezahlt werden kann und auf Angehörige fällt. Grundsätzlich sollte man hiervon lieber Abstand nehmen – so gut das auch klingt. Denn Restschuldversicherungen sind sehr teuer – sie erhöhen die Kreditsumme, denn zum einen muss der Kreditnehmer gleich bei Vertragsbeginn die Versicherungsprämie und Vermittlungskosten zahlen, zum anderen sind die Kosten für eine solche Versicherung nicht im Effektivzins angeben – so werden die tatsächlichen Kosten unklar und können schnell in ungeahnte Höhen steigen. Dazu kommt außerdem, dass eine Restschuldversicherung häufig sehr viele Ausschlussklauseln enthält. So wird am Ende tatsächlich nur selten von der Versicherung gezahlt.

    Abos und Verträge

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    „Nur für die erste x Monate“

    Ein Klassiker unter den Vertrags-Fallen: „nur für die ersten x Monate“ bei beispielsweise Mobilfunkverträgen. Diese Lockangebote preisen besonders günstige monatliche Preise an – allerdings erfährt man dann im Kleingedruckten, dass dieser Preis nur für beispielsweise die ersten 3 Monate gilt und danach manchmal sogar mehr als das Doppelte kostet! Besonders ärgerlich ist das natürlich bei einer langen Vertragslaufzeit – schließlich sind auch 24 Monate bei solchen Verträgen keine Seltenheit.

    Lange Vertragslaufzeiten

    Passend dazu die nächste Verbraucherfalle: lange Vertragslaufzeiten. Ob wieder für Mobilfunkverträge oder auch für Fitnessstudios und Co.: es wird mit günstigen monatlichen Preisen geworden – doch leider gelten diese dann nur für eine Laufzeit von zum Beispiel 24 Monaten. Wenn ihr solche Verträge wahrnehmen wollt, solltet ihr euch vorher über das Sonderkündigungsrecht informieren. Beispielsweise bieten einige Fitnessstudios es an, dass man bei Umzug den Vertrag vorzeitig kündigen kann. Natürlich müsst ihr das dann nachweisen.

    Strom und Gasanbieter – zu faul zum Wechseln?

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    Viele von uns haben seit Jahren den gleichen Strom- und Gasanbieter, denn ein Wechsel ist schließlich aufwendig und teuer – oder? Falsch! Nicht nur kann man mit einem Wechsel (oder mehreren, die Kündigungsfrist ist häufig sehr kurz) richtig viel Geld sparen. Einfach immer mal wieder auf Vergleichsportalen nach günstigen Verträgen gucken. Viele Anbieter haben eine Wechsel-Service und nehmen euch die Mühe ab. Außerdem gibt es einige Portale, die das Suchen und Wechseln ganz für euch übernehmen. So habt ihr garantiert immer den günstigen Preis – ohne Aufwand, quasi mit Autopilot. Und das beste: Für den Verbraucher ist das meistens kostenlos, denn die Portale bekommen eine Provision vom neuen Anbieter. Ein Portal, das sich dafür bewährt hat, ist SwitchUp.
    Noch ein Tipp: Bei der Auswahl des Stromanbieters nicht nur auf die Bewertungen, sondern auch auf die Anzahl der Beschwerden gucken.

    Teurere Preise als Bestandskunde

    Leider zahlt sich Treue bei Abos und Verträgen nur selten aus: als Bestandskunde kann es passieren, dass der Vertrag, den man vor einiger Zeit abgeschlossen hat, jetzt günstiger ist – für Neukunden. Natürlich wird der Preis dann nur selten angepasst. Wer das bemerkt, sollte einfach mal nachfragen – oft sind die Anbieter kulant. Ein weiterer Tipp ist, einfach zu kündigen: häufig kommen dann bessere Angebote, um den Kunden zu halten. Und wenn nicht, kann man die Kündigung immer noch zurückziehen.

    4 Wochen ≠ 1 Monat

    Achtung ist auch bei der Formulierung des Abrechnungszeitraums von Abos und Verträgen geboten: alle 4 Wochen oder 1 mal im Monat? Denn am Ende kommt es nicht aufs Gleiche hinaus: Ein Jahr hat 52 Wochen, teilt man das durch 4 kommt man auf 13. Bei einer Abrechnung alle 4 Wochen zahlt ihr also einmal mehr, als wenn nur 1 mal pro Monat abgerechnet wird.

    Gebuchte Internetgeschwindigkeit kommt oft nicht an

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    Zum Schluss noch ein weiterer Klassiker: man zahlt für 25, 50, 100 oder sogar noch mehr MB/s, allerdings heißt es im Vertrag fast immer „bis zu xx MB/s“. Gerade in Gegenden, wo das Internet nicht sonderlich gut ausgebaut ist, kommt dann oft nur ein geringer Teil der gebuchten Internetgeschwindigkeit an. Besonders bei vielen Geräten im Haushalt kommt es dann zu einem Engpass. Leider ist man hier machtlos, wenn es im Vertrag heißt „bis zu“. Achtet also darauf, einen Vertrag abzuschließen, der diese Formulierung nicht enthält – insbesondere, wenn ihr wisst, dass es bei euch zu Engpässen kommen kann.

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    4 Kommentare zum Bericht “29 Verbraucherfallen im Alltag & wie man die Fallen umgeht” Kommentar schreiben
    1. Das mit dem Unterschied zwischen UHD und 4K ist zwar richtig, aber nicht von Bedeutung. Man meint damit einfach das gleiche. Ein 4K Fernseher hat aber immer 3840x2160, da ein Fernseher auch immer 16:9 und nie sowas wie 17:9 hat, dann hätte man beim Fernsehen ja immer schwarze Balken an den Seiten

    2. Schon durch Homer lernt man: „Traut nicht dem Pferde, Trojaner! Was immer es ist, ich fürchte die Danaer, auch wenn sie Geschenke tragen.“
      Das sogenannte Danergeschenk sollte immer zu Vorsicht und Skepsis Anlass geben. Was schon zu Homers Zeiten galt hat auch heute noch Gültigkeit: Niemand hat etwas zu verschenken. Also immer zuerst den gesunden Menschenverstand einschalten. Gier und Maßlosigkeit sind schlechte Ratgeber. Man kann nicht in allem Fachmann (oder gar Jurist) sein. Also im Fall des Falles lieber VORHER Rat einholen.
      Danke an db für den Artikel.
      PS: Noch ein kleiner Tipp: Bei Einkäufen im Web mache ich zur Sicherheit immer mal einen screenshot von der Webseite.

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